Baumschädlinge identifizieren
Ein Befall rechtzeitig zu erkennen, rettet Leben – das des Baumes. Hier erfährst du alles über die häufigsten Bedrohungen und wie du effektiv gegensteuerst.

Nahaufnahme: Borkenkäfer und sein charakteristisches Bohrloch
Borkenkäfer
Der gefährlichste Schädling für Nadelhölzer. Er unterbricht den Saftstrom des Baumes, was oft innerhalb weniger Wochen zum Absterben führt.
- Bohrmehl: Braunes Mehl in Rindenritzen oder am Stammfuß.
- Einbohrlöcher: Ca. 2mm große, kreisrunde Löcher.
- Harzfluss: Der Baum versucht den Käfer "auszuharzen".
Eichen-Spinner
Die Raupen fressen Eichen kahl. Das Hauptproblem sind jedoch die Brennhaare (Thaumetopoein), die schwere Allergien auslösen.
- Nester: Graue, faustgroße Gespinstnester am Stamm.
- Prozessionen: Raupen wandern in langen Schlangen.
- Kahlfraß: Blätter verschwinden fast vollständig.
Blattläuse
Sie entziehen dem Baum Energie und übertragen Viren. Der klebrige Honigtau ist oft ein Nährboden für Rußtaupilze.
- Honigtau: Blätter glänzen und kleben stark.
- Blattrollen: Deformierte oder eingerollte Blätter.
- Ameisen: Starker Ameisenverkehr am Stamm.
Häufige Fragen (FAQ)
Wann ist ein Befall lebensgefährlich für den Baum?
Kritisch wird es, wenn die Rinde großflächig abfällt (Borkenkäfer) oder der Baum über mehrere Jahre hintereinander kahlgefressen wird. Ein gesunder Baum übersteht einen einmaligen Lausbefall meist problemlos.
Kann ich Schädlinge selbst bekämpfen?
Blattläuse lassen sich oft mit Hausmitteln (Schmierseife) behandeln. Bei Borkenkäfern oder dem Eichenprozessionsspinner sollten Sie jedoch zwingend einen Fachmann (Baumpfleger) rufen, da Spezialgeräte und Schutzkleidung nötig sind.
Was ist der Unterschied zwischen Schädlingen und Krankheiten?
Schädlinge sind Tiere (Insekten, Milben), die den Baum fressen. Krankheiten werden durch Pilze, Bakterien oder Viren verursacht. Oft treten beide gemeinsam auf, wenn der Baum geschwächt ist.
