Apfelschorf: Eine der häufigsten Krankheiten bei Apfelbäumen

Der Apfelschorf, verursacht durch den Pilz Venturia inaequalis, ist eine weit verbreitete Krankheit, die vor allem Apfelbäume befällt. Sie beeinträchtigt nicht nur das Wachstum des Baums, sondern auch die Qualität der Früchte und kann zu erheblichen Ernteausfällen führen.


Merkmale des Pilzes

  • Fruchtkörper:
    • Dunkelolivgrüne bis schwarze Flecken auf Blättern und Früchten.
    • Bildet Sporen, die durch Wind und Regen verbreitet werden.
  • Infektionsbedingungen:
    • Bevorzugt feuchtes Wetter und Temperaturen zwischen 15 und 25 °C.

Symptome des Apfelschorfs

  1. Blattverfärbung:
    • Dunkle, samtige Flecken auf der Oberfläche der Blätter.
  2. Fruchtflecken:
    • Schwarze, korkige Flecken auf den Früchten, die oft zu Deformationen führen.
  3. Frühzeitiger Blattfall:
    • Stark befallene Bäume verlieren ihre Blätter vorzeitig.
  4. Rindenbefall:
    • In seltenen Fällen auch Rindenverfärbungen an jungen Trieben.

Verbreitung und Lebenszyklus

  • Der Pilz überwintert in abgefallenen Blättern und Früchten auf dem Boden.
  • Im Frühjahr setzt er Sporen frei, die neue Infektionen verursachen.
  • Mehrere Infektionszyklen pro Jahr sind möglich, was die Kontrolle erschwert.

Vorbeugung und Bekämpfung

  1. Laubentfernung:
    • Befallenes Laub im Herbst aufsammeln und entsorgen.
  2. Resistente Sorten:
    • Pflanzung von Apfelsorten, die weniger anfällig für Apfelschorf sind (z. B. ‘Topaz’, ‘Florina’).
  3. Pflanzenschutzmittel:
    • Einsatz von Fungiziden im Frühjahr und Sommer.
  4. Baumpflege:
    • Regelmäßiger Schnitt zur Förderung der Luftzirkulation und Trocknung der Blätter.

Wussten Sie schon?

  • Apfelschorf ist eine der wirtschaftlich bedeutendsten Krankheiten im Obstbau und kann bis zu 70 % der Ernte zerstören, wenn er nicht kontrolliert wird.
  • Biologische Pflanzenschutzmittel wie Schwefel oder Kupferpräparate werden häufig in Bio-Obstplantagen eingesetzt.
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